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Benignes Prostatasyndrom

Individuelle Lösungen. Für ein wachsendes Problem.

Das benigne Prostatasyndrom (BPS) wird durch eine gutartige Prostatavergrößerung hervorgerufen und ist durch einen abgeschwächten Harnstrahl, Harndrang, nächtliches Wasserlassen oder Restharngefühl gekennzeichnet. Diese Beschwerden beeinflussen die Lebensqualität des Betroffenen und wirken sich auch auf sein soziales Umfeld aus. In den meisten Fällen erfolgt die erste Form einer Behandlung mittels Medikamenten, z. B. durch pflanzliche Produkte oder durch in die Nervenleitung bzw. den Stoffwechsel der Prostata eingreifende Präparate. Dabei können immer wieder auch Erfolge durch Medikamente erzielt werden, die eigentlich für andere Zwecke gedacht sind: Sei es in Form von Studien oder aus dem Wissen von jüngst publizierten Studien.

Ist eine Verkleinerung der Prostata nach Versagen oder bei Unverträglichkeit von Medikamenten notwendig, so wird dies fast ausschließlich minimalinvasiv durchgeführt. Neben der mit Unterstützung der regionalen Industrie weiter entwickelten Elektrochirurgie werden dazu aber auch noch Laser und andere Verfahren mit mechanisch ausgerichteten Techniken angewandt. Jüngste Entwicklungen in diesem Bereich zeigen, dass in manchen Fällen eine Injektion in die Prostata oder das Einbringen von mechanischen Haltestrukturen ein gutes Ergebnis bzgl. der Blasenentleerung erzielen kann.

Das linke Bild zeigt eine Prostatahyperplasie mit Einengung der Harnröhre. Das rechte Bild zeigt die Minimal-invasive Prostataretraktoren zur Therapie des Benignen Prostatasyndrom.

Nicht immer können diese neuen Techniken die gleichen Ergebnisse erzielen wie die als Goldstandard anzusehende Gewebeentfernung. Sie bieten jedoch den Vorteil, dass sie zum Teil ohne Narkose und mit einem deutlich geringeren Blutungsrisiko durchgeführt werden können. Dadurch wird die Klinik ihrer Funktion als Anlaufstelle für Patienten mit Begleiterkrankungen oder aber auch seltenen Befunden gerecht.

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