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Diagnostik bei Nierentumoren

In den Frühstadien macht das Nierenzellkarzinom meist keine Beschwerden. Nur bei jedem zehnten Patienten wird die Verdachtsdiagnose durch die drei als typisch geltenden Anzeichen Flankenschmerz, Blut im Urin und tastbare Geschwulst gestellt. Manchmal sind länger oder regelmäßig erhöhte Temperatur, Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust die ersten Anzeichen der Erkrankung. Die zufällige Diagnosestellung erfolgt häufig durch eine Sonographie (Ultraschall).

Computertomographie (CT)

Die Computertomographie (CT) bietet die höchste Treffsicherheit (mindestens 95 Prozent) bei der Unterscheidung zwischen einem gutartigen und einem bösartigen Tumor der Niere. Die Computertomographie gibt ebenfalls Informationen über die Ausdehnung des Tumors, mögliche Absiedelungen in der Leber oder den Lymphknoten des hinteren Bauchraumes sowie über einen Tumorthrombus in der Nieren- oder Hohlvene.

Zur weiteren Umfelddiagnostik (Suche/Ausschluss von Tochtergeschwülsten - Metastasen) bzw. zur Therapiekontrolle bei fortgeschrittenen Tumorstadien können auch Untersuchungen des Brustkorbes und des Schädels notwendig sein.

Magnetresonanztomographie (MRT)

Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist der Computertomographie bei der Beurteilung von Nierentumoren etwa gleichwertig, jedoch viel aufwändiger. Deshalb ist sie kein Bestandteil der Basisdiagnostik. Sie wird vorwiegend bei einer Allergie auf jodhaltige Kontrastmittel oder einer chronischen Nierenfunktionsstörung eingesetzt.

Weitere wichtige Aussagen zur Tumorausbreitung im Abfluss des venösen Gefäßsystems oder zur Unterscheidung von Nierenkrebs und komplizierten Nierenzysten können getroffen werden.

CT der Lungen und des Brustraumes (Thorax)

Das CT der Lungen und des Brustraumes (Thorax) dient dem Nachweis oder Ausschluss von Metastasen in der Lunge sowie der Beurteilung der Narkosefähigkeit.

Skelettszintigraphie

Bei Verdacht auf Ansiedlung von Tochterzellen (Metastasen) des Nierenkarzinoms in das Knochensystem kann eine Skelettszintigraphie (nuklearmedizinische Untersuchung der Knochen) durchgeführt werden.

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