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Mögliche Diagnostik - Wie erkennt der Urologe Nierensteine?

Grundsätzlich bieten sich drei unterschiedliche Untersuchungsmethoden zur Diagnostik von Nierensteinen an:

Die Sonographie

Die Sonographie

Die Sonographie, oder auch Ultraschall genannt, ist eine einfach anzuwendende Methode, um Informationen über die Niere sowie den Harnleiters hinsichtlich der Fragen Stein, Tumor und Harnabflussstörung zu gewinnen. Hierbei kann ohne die Anwendung von Röntgen-Strahlung beurteilt werden, ob ein Harnstau, also eine Abflussbehinderung der Niere, vorliegt, was einen indirekten Hinweis auf das Vorhandensein von Steinen im Harnleiter auf dem Weg zur Blase geben kann.

Nierensteine und Steine knapp unterhalb des Abgangs der Niere zur Blase lassen sich mit Hilfe der Sonographie häufig direkt identifizieren, bei Steinen von wenigen Millimetern Größe ist dies jedoch meist schwierig.

Die Ausscheidungsurographie

Die Ausscheidungsurographie

Dies ist ein Röntgen-Verfahren zur Untersuchung der Nieren, der Harnleiter sowie der Harnblase. Hierzu wird der Patientin/dem Patienten über einen venösen Zugang eine kleine Menge Kontrastmittel verabreicht, welches von den Nieren innerhalb weniger Minuten wieder ausgeschieden wird. 10 und 20 Minuten nach der Gabe des Kontrastmittels werden Röntgen-Bilder angefertigt, auf denen die Kontrastmittelausscheidung der Nieren beurteilt werden kann. Manche Steine sind auch direkt im Röntgenbild sichtbar, dies hängt jedoch von der Zusammensetzung des Steines ab.

Links: Röntgenaufnahme mit großem Nierenbeckenstein.
Rechts: Kontrastmitteldarstellung der linken Niere mit umflossenem Nierenbeckenstein

Voraussetzung für die Durchführung eines Ausscheidungsurogramms ist eine normale Nierenfunktion. Auch manche Schilddrüsenerkrankungen können, aufgrund des Jod-haltigen Kontrastmittels, die Durchführung eines Ausscheidungsurogramms nicht zulassen. Bei Frauen in der Schwangerschaft ist diese Methode, ebenso wie im akuten Schmerzzustand (Nierenkolik), nicht durchführbar.

Die Computertomographie

Die Computertomographie

Die Computertomographie ist das genaueste Verfahren zur Diagnostik von Nieren- und Harnleitersteinen. Hierbei wird der Patient auf einem beweglichen Röntgentisch durch eine Computertomographie-Röhre gefahren, die während einer Untersuchungszeit von nur wenigen Sekunden Schnittbildaufnahmen des gesamten Bauch- und Beckenraumes macht.

Im Gegensatz zur Ausscheidungsurographie kommt die Computertomographie ohne die Verabreichung von Kontrastmitteln aus, weshalb sie bei den meisten Patienten angewendet werden kann. Eine Schwangerschaft stellt aber auch hier eine klare Kontraindikation dar.

Computertomographie eines Bauches.
Rechts: Darstellung der Nieren in rot, Nierensteine in gelb, Harnblase in grün

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