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Krampfader des Hodens

Krampfadern des Hodens sind ein sehr häufiges Krankheitsbild, das nicht immer Beschwerden machen muss. Unter einer Krampfader versteht man eine erweiterte Vene, die eigentlich das Blut in Richtung Herz führen soll. Bedingt durch unterschiedliche Ursachen kommt es zu einer ungenügenden Wirkung der Venenklappen und dadurch zu einem Rückfluss mit entsprechender Erweiterung der Venen um Samenstrang und Hoden. Der medizinische Fachbegriff der Hodenkrampfader lautet „Varikozele“.

Von Musterungsuntersuchungen wissen wir, dass ca. 15% der jungen männlichen Bevölkerung eine Krampfader aufweist. Bedingt durch die unterschiedlichen Verläufe der Blutgefäße tritt diese Erscheinung am häufigsten auf der linken Seite auf.

In den meisten Fällen macht eine Krampfader keine Beschwerden und ist je nach Ausprägung nur tast- oder sichtbar.
Unterschieden werden folgende Ausprägungen:

  • Grad 0: nur sichtbar mittels Ultraschall, nicht tastbar
  • Grad 1: nur tastbar unter Erhöhung des Druckes im Bauch durch Pressen wie zum Stuhlgang (sogenanntes Valsalva-Manöver)
  • Grad 2: tastbar in Ruhe (also auch ohne Pressen)
  • Grad 3: sichtbare Krampfader, oft beschrieben als das Aussehen vieler „Regenwürmer“ im Hodensack


Zu den typischen Beschwerden einer Krampfader zählen Schmerzen, welche häufig beim Sport auftreten und von der Leiste nach unten ziehen. Manche Patienten empfinden eine ausgeprägte Krampfader als kosmetisch störend.
Zuletzt kann eine Krampfader die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Gerade dieser Punkt wird im Hinblick auf den unerwünschten Kinderwunsch bei Vorhandensein einer Krampfader viel diskutiert.

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