24h - NOTFALL - Telefon: +49 7071 29-86000
Diese Webseite verwendet Cookies. Sie akzeptieren unsere Cookies, wenn Sie fortfahren diese Webseite zu nutzen. Weiterlesen …

Testosteronmangel

Die Entscheidung, welche Operationstechnik angewendet wird, ist nicht immer einfach und sollte stets individuell getroffen werden. Erektionsschwäche, Gefühlsstörung und Verkürzung sind in mehr oder weniger ausgeprägtem Ausmaß Risikofaktoren beider Eingriffe. Aus diesem Grunde ist die starke Verkrümmung mit Unfähigkeit oder starker Einschränkung des Geschlechtsverkehrs die wesentliche Indikation zur Operation.

Voraussichtlich werden in der Zukunft weitere Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen. Aktuell wird die Anwendung eines Medikamentes geprüft, das in der Lage ist durch Einspritzen in die Narbe diese aufzulösen und somit nach Dehnung des Gliedes dessen Verkrümmung zu korrigieren. Ob und wann diese Therapien uns und unseren Patienten zur Verfügung stehen ist aktuell noch offen.

Obwohl früher wenig beachtet, so erfährt das Krankheitsbild des Mangels an männlichem Geschlechtshormon (Testosteron) vor allem in den letzten 5 Jahren zu Recht mehr Beachtung. Unter einem Testosteronmangel versteht man die Kombination aus Krankheitssymptomen und erniedrigtem Testosteron im Blut. Speziell für den mit zunehmendem Lebensalter häufiger auftretenden Hormonmangel, vergleichbar den Wechseljahren bei der Frau, wurden folgende medizinische Fachbegriffe festgelegt: „Altershypogonadismus“ oder auch „partielles Androgendefizit des alten Mannes“ (PADAM).

Es ist nicht immer einfach einen Testosteronmangel festzustellen, denn die Beschwerden können zum Teil sehr unterschiedlich und vor allem unspezifisch sein. Das heißt, dass Symptome nicht allein auf einen Testosteronmangel hindeuten, sondern auch bei anderen Erkrankungen häufig auftreten.

Bei folgenden Beschwerden sollte auch an die Möglichkeit eines Testosteronmangels gedacht werden:

  • Abnahme des Lustempfindens (Libido)
  • Erektionsschwäche
  • Abnahme des Haarwuchs (seltener notwendige Rasur)
  • Knochenschwund (Osteoporose)
  • Abnahme der Leistungsfähigkeit und des inneren Antriebs
  • Depression

Die Ursachen sind unterschiedlich: ein sehr langsamer Rückgang des Testosterons im Blut ist mit zunehmenden Lebensalter normal. Zusätzliche Eingriffe in die Hormonachse zwischen der Hirnanhangsdrüse als Regulator des Hormonspiegels, dem Hoden und der Nebenniere als Produktionsorte des Testosterons können einen Mangel bewirken. So können verschiedene Stoffwechselerkrankungen, insbesondere in Verbindung mit Übergewicht, Operationen mit Beeinträchtigung von Hoden, Nebenniere oder Hirnanhangsdrüse hierfür verantwortlich sein. In vielen Fällen bleibt die Ursache jedoch ungeklärt.

weitere Informationen:

© Klinik für Urologie Tübingen - Unterstützt durch den Förderverein Urologie e. V. - Gemeinnütziger Verein