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Leistungsspektrum

Anbei finden Sie einen Auszug unseres Leistungsspektrums:

Andrologie

Andrologie - Die Männergesundheit

Ausführliche Beratung. Individuelle Therapien.

Die Andrologie – Männerkunde – widmet sich den unterschiedlichsten Problemen der Sexualität des Mannes in sämtlichen Lebensabschnitten und stellt somit das „männliche Pendant“ zur Frauenheilkunde dar.

Das Behandlungsspektrum unserer Andrologischen Sprechstunde ist breit gefächert. Zu den häufigsten Krankheitsbildern und Anliegen zählen Hodenkrampfadern, angeborene oder erworbene Verkrümmungen des Gliedes, der unerfüllte Kinderwunsch oder Fragen der Familienplanung. Ebenso stellen sich Patienten mit Erektionsschwäche oder Auffälligkeiten des Samenergusses, Entzündungen der Geschlechtsorgane oder Störungen des männlichen Hormonhaushaltes vor.

Kooperationen mit anderen Kliniken und Instituten ermöglichen uns eine fachübergreifende Behandlung auf dem „kurzen Dienstweg“. Hervorzuheben ist dabei die enge Zusammenarbeit mit dem Kinderwunschzentrum der Universitätsfrauenklinik und dem Institut für Medizinische Genetik bei der Betreuung von Paaren mit Kinderwunsch.

Ziel ist es für jeden einzelnen Patienten eine zielgerichtete Diagnostik anzubieten und anschließend einen individuellen Therapievorschlag zu erarbeiten. Langjährige Erfahrung und kontinuierliche Weiterbildung des urologischen Nachwuchses gewährleisten eine Behandlung auf dem aktuellsten Wissenstand des Fachs Andrologie.

Prostata

Prostatakarzinom

Das Prostatakarzinom ist mit 26 % die häufigste Krebserkrankung und mit 10 % die dritthäufigste Krebstodesursache bei Männern in Deutschland. Die Zahl der Neuerkrankungen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen und lag 2008 bei etwa 63.400. Im Vergleich der Inzidenzzahlen kann man einen markanten Unterschied zwischen den industrialisierten Ländern und den Entwicklungsländern erkennen. Die Inzidenz liegt in Europa ca. bei 87/100000 und ist im Vergleich zu den asiatischen Ländern wie beispielsweise China und Japan (4/100000) fast 20-mal höher.

Innerhalb Europas ist die Inzidenzrate in Skandinavien deutlich höher als im Mittelmeerraum. Mit 58.000 Neuerkrankungen in Deutschland machte das Prostatakarzinom im Jahr 2004 ca.25% der bösartigen Neuerkrankungen des Mannes aus. Insgesamt werden dreiviertel der Erkrankungsfälle bei Männern über 65 diagnostiziert. Dies zeigt auch die altersbezogene Inzidenzrate mit 1-2/100000 für 40-Jährige im Vergleich zu 1200/100000 bei 80-jährigen.

Ein eindeutiger Grund für den markanten Unterschied zwischen einzelnen Ländern und ethnischen Gruppen konnte bislang noch nicht gesichert werden, hier ist ein multifaktorieller Erklärungsversuch am naheliegensten. Genetischen- wie auch Umweltfaktoren und Ernährung wird jeweils eine ätiologische Rolle zugesprochen. Körpergröße, Gewicht, Rauchen und Alkohol sowie die sexuelle Aktivität haben keinen Einfluss auf das Prostatakarzinomrisiko.

Vorsorgeprogramme bzw. die gezielte Initiative und damit zusammenhängende Aufklärung von Patienten spielen jedoch eine wichtige Rolle. Die frühzeitige Erkennung von im speziellen asymptomatischen Tumoren ist durch den PSA-Test eher in den industrialisierten Nationen als in Schwellenländern gegeben. Insbesondere in den USA ist das PSA-basierte Screening weit verbreitet und dürfte den größten Anteil an den gestiegenen Neuerekrankungsraten haben. Hierdurch kam es zu einem „stage-„und „age-shift“ mit deutlicher Zunahme an früheren Prostatakarzinomstadien insbesondere bei jüngeren Männern.

Die Prostatakarzinomvorsorge gehört inzwischen zu den am häufigsten durchgeführten Vorsorgeuntersuchungen des Mannes und bildet einen essentiellen Bestandteil der urologischen Praxis. Sie setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen, die einen unterschiedlichen Wert für die Früherkennung des Prostatakarzinoms besitzen. Die wichtigsten Säulen der Prostatakarzinomvorsorge sind die digital-rektale Untersuchung, die Serumbestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) sowie die transrektale Ultraschalluntersuchung. Bei speziellen Fragestellungen können erweiterte Methoden wie die Kernspintomographie, spezielle ultraschallbasierte Verfahren oder Urintests (z.B. PCA3) eingesetzt werden.

Spezielles Wissen. Modernste Therapien.

Sowohl operativ-chirurgisch aber auch konservativmedikamentös zählt die Behandlung des Prostatakarzinoms zu den besonderen Stärken der Universitätsklinik Tübingen. Das Prostatakarzinom ist die häufigste Tumorerkrankung des Mannes und deshalb von zentraler Bedeutung für die urologische Klinik.

Eine funktionierende Uro-Onkologie-Einheit erfordert daher auch bewährte Standards in der Diagnostik und Therapie. Diese Standards werden im Rahmen eines zertifizierten Prostatakarzinom-Zentrums erreicht.
Wöchentliche Tumorkonferenzen (MDT (Multidisciplinary Team) prä- und posttherapeutisch) sowie interdisziplinäre Sprechstunden sind das Rückgrat des Prostatakarzinom-Zentrums.

Großflächenschnitt-basierte Illustration der tumortragenden Bereiche einer Prostata.

Besonders Patienten mit einem Hochrisiko-Prostatakarzinom profitieren von der umfassenden Beratung. Die Roboter-assistierte transperineale Prostatabiopsie dient als Basis für aktive Überwachung. Mittels Bildfusion kann dieses Verfahren die Prostatabiopsie wesentlich verbessern und die Reproduzierbarkeit im Rahmen der aktiven Überwachung überhaupt erst ermöglichen. Dieses Verfahren eröffnet somit einen neuen Horizont in der Diagnostik und Therapie des
Prostatakarzinoms.

Zirkulierende Tumorzellen im Blutgefäß. Neue Methoden ermöglichen deren Detektion.

Die radikale Prostatektomie ist sowohl offen chirurgisch, laparoskopisch als auch mit dem da Vinci® Roboter möglich. Der Systemtherapie kommt vor allem im metastasierten Stadium eine wesentliche Bedeutung zu. Der Zugang zu Studien erlaubt den Patienten die modernsten Therapien unter kontrollierten Bedingungen zu erhalten. Innovation und Evolution sind Triebfedern in der Weiterentwicklung der Therapie des Prostatakarzinoms.

Harnblase

Tumore der Harnblase

Das Harnblasenkarzinom verursacht unter allen bösartigen Tumoren die höchsten Kosten im deutschen Gesundheitssystem. Bei Männern ist es der fünfthäufigste und unter Frauen der achthäufigste bösartige Tumor. Die Neuerkrankungsrate des Harnblasenkarzinoms liegt in der Bundesrepublik Deutschland bei 48 pro 100.000 Einwohner bei Männern und bei 19 pro 100.000 Einwohner bei Frauen. Nach aktuellen Hochrechnungen des Robert-Koch Institutes in Berlin lagen in der Bundesrepublik im Jahr 2010 etwa 85.800 Erkrankungsfälle bei Männern und 26.600 Erkrankungsfällen bei Frauen vor. Das mittlere Erkrankungsalter liegt sowohl bei Männern als auch bei Frauen vergleichsweise hoch im achten Lebensjahrzehnt. Verglichen mit dem Jahr 1980 hat die Neuerkrankungsrate für das Jahr 2004 mit 35% bei Männern und 75% bei Frauen deutlich zugenommen. Im internationalen Vergleich war für das Jahr 2006 die Neuerkrankungsrate in Deutschland nach Dänemark am zweithöchsten und überstieg damit die Raten aus den USA und Asien (Quelle: Robert Koch Institut Berlin).

Etwa 70-75% aller Harnblasenkarzinome werden im oberflächlichen Tumorstadium diagnostiziert (sog. pTa-Stadium). Sie kennzeichnen sich durch eine hohe Neigung zum Wiederauftreten bei einer geringen Neigung zu aggressiven Wachstumsformen im Verlauf. Ca. 20-25% der erstdiagnostizierten Fälle im sog. invasiven Stadium (sog. T1-T4 Tumorstadium) diagnostiziert, von denen wiederum ca. 20% bereits eine Tumorabsiedelungen in Fernorganen (z.B. Leber, Lunge, Knochen) aufweisen.

Mögliche Symptome

Ein typisches Symptom, das auf das Vorliegen eines Tumors der Harnblase hindeuten kann, ist die sogenannte schmerzlose Makrohämaturie. Schmerzlose Makrohämaturie ist definiert als für das grobe Auge sichtbare Beimischungen von Blut im Urin ohne gleichzeitige Beschwerden beim Wasserlassen. Eine schmerzlose Makrohämaturie sollte immer durch eine Blasenspiegelung abgeklärt werden (s. Diagnostik).

Auch eine für das grobe Auge nicht sichtbare, aber durch eine Urinuntersuchung festgestellte anhaltende Blutbeimischung im Urin (eine sogenannte Mikrohämaturie) kann durch einen Blasentumor verursacht werden. Allerdings gibt es noch zahlreiche andere Erkrankungen, die eine Mikrohämaturie verursachen können (unter anderem Erkrankungen der Niere und Steinerkrankungen), so dass die Diagnostik hier immer auch eine Abklärung durch einen internistischen Nephrologen beinhalten sollte.

Weitere Symptome, die durch einen Blasentumor verursacht werden können, sind irrititative Beschwerden beim Wasserlassen (wie z.B. häufiger Harndrang mit kleinen Miktionsmengen, häufiges nächtliches Wasserlassen) oder, wenn der Tumor in der Nähe der Mündung des Harnleiters in die Harnblase liegt, Flankenbeschwerden durch einen Harnstau. Bei fortgeschrittenen Tumoren, die die Blasenmuskulatur schon infiltrieren, können ausserdem Beschwerden durch Befall der umliegenden Organe (wie z.B. Stuhlunregelmäßigkeiten) oder Fernmetastasen (z.B. Schmerzen der Wirbelsäule durch Knochenmetastasen) vorliegen.

weitere Informationen:

Niere

Tumorerkrankungen der Niere

Gutartige Nierentumore

Die häufigsten gutartigen Nierentumoren sind das sog. Onkozytom und das Angiomyolipom, im Vergleich zu bösartigen Nierentumoren treten sie nur vergleichsweise selten auf.

Bösartige Nierentumore

Der häufigste bösartige Nierentumor ist das Nierenzellkarzinom. Risikofaktoren sind neben genetischen Faktoren auch Rauchen, Adipositas und seltene Giftstoffe. Das Nierenzellkarzinom wird oft zufällig im Rahmen von Ultraschalluntersuchungen oder CT-Untersuchungen aufgrund anderer Erkrankungen diagnostiziert.

Die Therapie besteht in der nierenerhaltenden Tumorerntfernung bzw. in der Nierenentfernung (Nephrektomie), welche als Schnittoperation oder laparoskopisch durchgeführt werden können. Das fortgeschrittene Nierenzellkarzinom mit Metastasen kann mit modernen Medikamenten therapiert werden, welche die Signaltransduktion der Tumorzelle hemmen. Sehr seltene treten bösartige Nierentumoren im Kindesalter auf, der Wilms-Tumor, das Nierensarkom, das Nierenlymphom und Metastasen der Nieren sind hier beschrieben.

weitere Informationen:

Hoden

Hoden

Die Hoden sind paarig angelegte Organe die im Hodensack (Skrotum) liegen. Zusammen mit den benachbarten Nebenhoden gehören Sie zu den inneren Geschlechtsorganen.

Die Funktion der Hoden besteht darin, die männlichen Geschlechtshormone (Sekretion von Testosteron) und die Samenzellen (Spermien) zu produzieren. Der Hoden wird von einer derben Bindegewebshülle (Tunica albuginea) stabilisiert. Im Inneren liegen kleine Hodenläppchen/ Hodenkanälchen deren Ausführungsgänge in das Hodennetz (Rete testis) zum Nebenhoden münden. Die Hodenkanälchen bestehen aus Keimepithel das Vorstufen der Spermien produziert.

Zwischen diesen Hodenkanälchen liegen spezielle Leydig-Zellen die das männliche Geschlechtshormon Testosteron erzeugen. Mit dem Eintritt in die Pubertät werden täglich mehrere Millionen Spermien gebildet. Diese benötigen dann noch circa zwei Monate unter hormonellem Einfluss zur Reifung. Die Spermien werden im Nebenhoden (Epididymis) gespeichert. Im Anschluss erfolgt der Weitertransport durch den Samenleiter (Ductus deferens) zu den Samenblasen und der Prostata transportiert. Im Rahmen des Orgasmus werden die Spermien gemeinsam mit einer ernährenden Samenflüssigkeit über die Harnröhre ausgestoßen.

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