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Lehre und Weiterbildung

Fachliche Qualifikation. Persönliche Kompetenz.

Bereits vor der Novellierung der Approbationsordnung war die urologische Lehre in unserem Hause praxisnah orientiert. Um die jungen Kolleginnen und Kollegen schon frühzeitig in die Klinikroutine einzubinden, haben wir als erste Klinik in Tübingen den Unterricht nach amerikanischem Vorbild in Kleingruppen mit einem Dozenten und zwei bis acht Studierenden realisiert. Die Studierenden sammeln praktische Erfahrungen bei Katheterisierungsübungen und Prostatauntersuchungen am Modell und erweitern ihr Wissen in dem Fachgebiet durch Hospitationen in der Ambulanz, auf der Station sowie bei endourologischen oder offenen Operationen.

Ein erstes Operationsgefühl können sie durch das eigenständige Operieren am endourologischen Operationssimulator gewinnen. Durch die enge Verzahnung zur Medizintechnik erfolgt dies immer auf dem neuesten technischen Niveau. Ob zur Famulatur oder im Praktischen Jahr sind Studierende immer willkommen!

TUR-Trainer: Training von Blasen- und Prostataoperationen am 3D-Computermodell.

Ist der Berufseinstieg dann geschafft, und die Wahl für das Fach Urologie getroffen, so bietet die Klinik eine strukturierte Facharztweiterbildung, bei der neben der Stationsarbeit eigenständiges offenes und endourologisches Operieren gelehrt wird. Das Weiterbildungsangebot schließt die vielen urologischen Spezialgebiete der medikamentösen Tumortherapie, der Neurourologie oder der Andrologie ein. Die Weiterbildung erfolgt in einem Curriculum mit festem Ausbildungsplan durch alle Bereiche der Klinik.

Als Tutoren zuständig für die Ausbildung der Jungärzte sind die für die jeweiligen Funktionsbereiche verantwortlichen Oberärzte. Zu den Einsatzgebieten gehören u.a. der urologische OP, die Patientenversorgung auf den urologischen Stationen, in der Intermediate Care Unit (IMC) in der Poliklinik sowie in der Uroonkologie mit Betreuung von Chemotherapie- und Studienpatienten.

Neben der „table-side“ chirurgischen Assistenz bei da Vinci® assistierten Eingriffen bildet der endourologische Operationsbereich einen weiteren wichtigen Ausbildungsschwerpunkt. Hier werden die Fähigkeiten erlernt, um urologische Pathologika erkennen und behandeln zu können. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf den Umgang mit dem flexiblen Ureterorenoskop zur Steintherapie sowie auf die transurethrale Resektion gelenkt. Die große Anzahl an Eingriffen, ein virtueller Resektionssimulator sowie diverse Workshops der Urologie Tübingen führen zu umfassenden endourologischen Kenntnissen der Assistenten.

Die letzten 12 bis 18 Monate verbringen die Ärztinnen und Ärzte als dann fortgeschrittene Assistenten der Klinik zumeist im urologischen OP. Hierbei erlernen sie die Vorgehensweise bei mittelgroßen und großen urologischen Eingriffen und führen diese zum Teil durch. Zudem gilt es in dieser letzten Phase der Ausbildung bereits Verantwortung auf den Stationen zu übernehmen sowie Ansprechpartner für Berufsanfänger zu sein. Zum Ende der Ausbildung wird meist neben dem deutschen Facharzt auch der europäische F.E.B.U (Fellows of European Board Of Urology) erlangt.

Bei entsprechendem Forschungsinteresse besteht die Möglichkeit, in den Schwerpunkten zu arbeiten, die Oberärzte betreuen, und eigene Expertise zu erlangen sowie auch zu habilitieren.

© Klinik für Urologie Tübingen - Unterstützt durch den Förderverein Urologie e. V. - Gemeinnütziger Verein