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Tübinger Urologe erhält C. E. Alken-Preis

Renommierter Forschungspreis geht an Dr. Tilman Todenhöfer

Dr. Tilman Todenhöfer von der Tübinger Universitätsklinik für Urologie erhielt den diesjährigen C. E. Alken-Preis für seine Forschungsarbeiten zur Rolle von Laktattransportern beim muskelinvasiven Blasenkarzinom. Die mit 10.000 Schweizer Franken dotierte Auszeichnung wurde dieses Jahr geteilt und beim 39. Alken-Preisträger-Treffen vom 26. bis 29. November in Rottach-Egern an Todenhöfer und PD Dr. Jörg Ellinger aus Bonn verliehen.

In der mit dem Alken-Preis ausgezeichneten Studie untersuchte der Tübinger Urologe beim Harnblasenkarzinom die Rolle von Proteinen, die für die Kontrolle des Laktatstoffwechsels verantwortlich sind. Tumorzellen weisen gegenüber gesunden Zellen einen veränderten Stoffwechsel auf und produzieren erhöhte Mengen an Laktat. In der in Tübingen und Vancouver durchgeführten Studie konnte gezeigt werden, dass die Hemmung dieser Laktattransporter in Blasentumorzellen den programmierten Zelltod auslöst und sich somit als vielversprechender Ansatz für die Therapie des fortgeschrittenen Blasenkarzinoms eignen könnte. Für die medikamentöse Therapie des fortgeschrittenen Blasenkarzinoms steht derzeit nur die Chemotherapie zur Verfügung, die mit nicht unerheblichen Nebenwirkungen verbunden sein kann.

Bereits im Juni erhielt der 33-Jährige einen mit 50.000 Euro dotierten Forschungspreis der kanadischen Gesellschaft für Urologie. Im September wurde Todenhöfer mit dem mit 10.000 Euro dotierten Forschungspreis Prostatakarzinom der Deutschen Gesellschaft für Urologie ausgezeichnet.

C. E. Alken-Preis

Der nach dem ersten urologischen Lehrstuhlinhaber in Deutschland benannte C.E. Alken Preis wird seit 1977 jährlich verliehen. Der Preis zählt zu den höchsten wissenschaftlichen urologischen Auszeichnungen in Deutschland und wird für herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus der klinischen und experimentellen Forschung auf dem Gebiet der Urologie vergeben. Er ist mit 10.000 Schweizer Franken dotiert. Zu den ehemaligen Preisträgern zählen weltweit führende Wissenschaftler und urologische Lehrstuhlinhaber aus dem In- und Ausland.

Foto: Preisübergabe des C. E. Alken-Preis 2015.  Links: Prof. Dr. med. J. W. Thüroff, rechts: Dr. med. T. Todenhöfer

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